Grenzen. Grenzen kennen und Grenzen setzen. Grenzen akzeptieren.

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Grenzen haben viel mit Respekt zu tun. Respekt vor dir selbst und Respekt vor deinem Gegenüber.

 

Kennst du Situationen, in denen du über deine eigenen Grenzen hinaus gehst? Also im ungesunden Maße. Hier meine ich nicht das Austesten neuer Dinge, das Erkunden neuer Möglichkeiten und das Verlassen der Komfortzone. Das ist großartig! So entstehen nämlich großartige Resultate, es eröffnen sich neue Chancen und Optionen, neue Perspektiven und Handlungsspielräume. Du lernst dich selber ganz neu kennen.

Ich meine Grenzen, die dir dein Körper ganz klar setzt: „Hör(für heute) endlich auf zu arbeiten und mach Feierabend. Ich kann nicht mehr und brauche Pause.“ „Hör endlich auf, vom Bürostuhl direkt aufs Sofa zu wechseln. Geh an die frische Luft und lauf ein Stück. Ich kann nicht mehrsitzen und brauche Bewegung.“ „Hör endlich auf, abends auf dem Nachhauseweg noch schnell beim Fastfood Restaurant anzuhalten und dir dort das Abendessen zu holen. Geh (vernünftig) einkaufen und koch mal wieder was selber.“ Grenzen in der Art. Nimmst du sie wahr oder hast du schon verlernt, auf deinen Körper zuhören? Ober übergehst du sie vielleicht sogar? Der Körper sendet ganz klare Signale, wir dürfen wieder lernen, sie wahrzunehmen und zu respektieren.

Und ich meine Grenzen, die du anderen setzt: werden diese „Stopps“ und „Neins“, die „Bis hier hin und nicht weiter-Ansagen“ respektiert? Bleibst du dir selber treu und tust, wohinter du stehen kannst? Du darfst lernen, Grenzen klar zu definieren, sie zu setzen und einzufordern. Und ich lade dich ein, wiederum Grenzen anderer zu respektieren. So wie du möchtest, dass du und deine Grenzen respektiert werden, haben deine Mitarbeiter, Kollegen, Partner und sonstigen Mitmenschen ebenfalls ihre roten Linien. Diese gilt es zu kennen und zu akzeptieren.

Und ich meine Grenzen dessen, was du tatsächlich fachlich kannst: ist es sinnvoll, eine gewisse Tätigkeit selbst zu machen? Eine Arbeit im Daily Business zu übernehmen die andere eigentlich viel besser, schneller und effektiver erledigen könnten? Natürlich kann man sich auch mal in eine Thematik einarbeiten und sich neues Wissen aneignen. Wenn die Kapazität da ist und es sinnvoll erscheint, dass du es künftig weißt und kannst. Und es dich vor allem auch interessiert und weiter bringen wird. Du darfst aber auch (lernen zu) delegieren und als Selbständiger outsourcen: Zahlen und Buchhaltung sind nicht dein Ding? Dafür gibt es Profis. Dienstleister die das zeitnah und effizient übernehmen können. Du willst deine Homepage übersetzen? Entweder stunden- bzw. tagelang selber „basteln“ und Zeit verlieren oder Auftrag rausgeben und in der Zeit dein eigenes Business inhaltlich voranbringen. Dich um deine eigene Arbeit, deine Kunden, Marketing und Akquise kümmern. Auch hier darfst du lernen, was deine Grenzen sind und dass du nicht alles selbst machen musst.

Schaff Grenzen-Klarheit. Dir und deinem Umfeld gegenüber.